Lädt...
Lädt...
2700K vs. 6500K – Wissenschaftlich fundierte Entscheidungshilfe für die richtige Lichtfarbe in jedem Raum.
Schnelle Entscheidungshilfe:
Warmweiß (2700-3000K): Wohnzimmer, Schlafzimmer, Restaurant → gemütlich, entspannend, schlaffördernd
Neutralweiß (3300-5000K): Küche, Bad, Home-Office → ausgewogen, natürlich
Kaltweiß (5300-6500K): Büro, Werkstatt, Lager → aktivierend, konzentrationssteigernd
Letzte Aktualisierung: Februar 2026 | Basierend auf aktuellen DIN EN 12464-1 Normen
Der Unterschied liegt in der Farbtemperatur, die in Kelvin (K) gemessen wird. Je niedriger der Kelvin-Wert, desto wärmer (gelblicher) erscheint das Licht. Je höher der Wert, desto kühler (bläulicher) wirkt das Licht. Diese physikalische Eigenschaft beeinflusst nicht nur die Atmosphäre, sondern auch unsere biologische Uhr (circadianer Rhythmus).
2700-3000K (Kelvin)
5000-6500K (Kelvin)
| Kriterium | Warmweiß (2700-3000K) | Kaltweiß (5000-6500K) |
|---|---|---|
| Farbton | Gelblich-orange | Bläulich-weiß |
| Gemütlichkeit | ••••• | ••••• |
| Konzentration | ••••• | ••••• |
| Farbwiedergabe (CRI) | Ra ≥80 (Standard) Warme Farben betont | Ra ≥80 (Standard) Kühle Farben betont |
| Melanopisches Licht | Niedrig (~0,4 mlx/lx) | Hoch (~0,9 mlx/lx) |
| Biologische Wirkung | Entspannend, schlaffördernd | Aktivierend, wachmachend |
| Lichtausbeute (lm/W) | 90-120 lm/W (Standard LED 2026) | 110-140 lm/W (~15% effizienter) |
| Energiekosten (bei 1000h/Jahr) | ~10,00€ (10W LED, 0,30€/kWh) | ~8,50€ (8,5W LED, höhere Effizienz) |
| Anschaffungspreis | Standard (ab 3€) | Standard (ab 3€) |
Die Lichtfarbe steuert über spezialisierte melanopsinhaltigen Ganglienzellen (ipRGCs) im Auge den circadianen Rhythmus (innere biologische Uhr). Der entscheidende Faktor ist der Blaulichtanteil, der die Melatonin-Produktion (Schlafhormon) direkt beeinflusst:
Wissenschaftlich belegt: Kaltweiß am Abend verschiebt die Melatonin-Ausschüttung!
Tageslicht-Effekt von Kaltweiß:
Die europäische Norm DIN EN 12464-1 definiert Anforderungen an die Beleuchtung von Arbeitsstätten. Für Wohnräume gelten weniger strenge Vorschriften, hier steht die gewünschte Atmosphäre im Vordergrund.
Die Farbtemperatur beeinflusst maßgeblich, wie Farben von Objekten wahrgenommen werden. Trotz gleichem Farbwiedergabeindex (CRI/Ra)wirken Farben unterschiedlich:
Warme Farben wirken intensiver:
Kühle Farben wirken gedämpft:
Kühle Farben wirken intensiver:
Warme Farben wirken gedämpft:
Problem: Restaurant installiert 6500K (Kaltweiß) für "helle, moderne Atmosphäre"
Folge:
• Essen wirkt unappetitlich (bläulich)
• Gäste fühlen sich unwohl (Krankenhaus-Feeling)
• Verweildauer sinkt → Umsatz ↓
→ Lösung: Auf 2700K wechseln (Kosten: 5.000€)
Problem: Büro nutzt 2700K (Warmweiß) für "gemütliche Arbeitsatmosphäre"
Folge:
• Mitarbeiter sind müde, unkonzentriert
• Leistung sinkt um ~15%
• Mehr Fehler bei Detailarbeit
→ Lösung: Auf 4000K (Neutralweiß) wechseln
Strategie: Warme Farben (Herbstkollektion) mit 3000K beleuchten
Ergebnis:
• Kleidung wirkt hochwertiger, wärmer
• Verkaufszahlen +25% (vs. 4000K Testbereich)
→ Richtige Farbtemperatur = Umsatzsteigerung!
| Raum | Empfohlene Farbtemperatur | Begründung |
|---|---|---|
| Wohnzimmer | 2700K | Gemütlichkeit, Entspannung |
| Schlafzimmer | 2700K | Schlafvorbereitung, Melatonin |
| Küche | 3000-4000K | Arbeitslicht + Gemütlichkeit |
| Bad | 4000K | Natürliche Farbwiedergabe (Schminken) |
| Arbeitszimmer/Büro | 4000-5000K | Konzentration, Leistung |
| Werkstatt | 5000-6500K | Präzision, Sicherheit |
| Flur | 3000-4000K | Neutral, einladend |
Wichtige Hinweise zur Raumplanung:
→ Detaillierte Tabelle mit Lux-Werten: Farbtemperatur für Räume
Tunable White LEDs (auch CCT-steuerbar genannt) können die Farbtemperatur dynamisch ändern (typisch 2700-6500K). So passt sich das Licht dem Tagesrhythmus und der Aktivität an:
• Vorteile von Tunable White:
Nachteile:
→ Mehr erfahren: Human Centric Lighting (HCL) – Biologisch wirksames Licht für Gesundheit und Leistung
→ Steuerung: Smart Home Beleuchtung – Integration und Automatisierung
Neutralweiß (4000K) ist am augenschonendsten für längere Arbeiten. Kaltweiß (6500K) kann bei langer Exposition zu Augenermüdung führen. Warmweiß (2700K) ist abends ideal, da es die Melatonin-Produktion nicht stört. Wichtig ist auch eine ausreichende Beleuchtungsstärke (Lux) und Blendfreiheit.
Ja, das ist sogar empfehlenswert! Indirekte Beleuchtung mit Warmweiß (2700K) für Atmosphäre + Arbeitsplatzbeleuchtung mit Neutralweiß (4000K) für Konzentration ist eine bewährte Kombination. Vermeiden Sie jedoch die direkte Mischung im selben Sichtfeld, da dies unnatürlich wirkt. Tunable White Systeme wechseln automatisch zwischen den Temperaturen.
Für Pflanzenwachstum sind spezielle Vollspektrum-LEDs optimal. Als Faustregel: Kaltweiß (6500K) fördert vegetatives Wachstum (Blätter, Stängel),Warmweiß (2700-3000K) fördert Blütenbildung. Professionelle Pflanzenlampen nutzen jedoch spezifische Wellenlängen (440-460nm blau, 630-660nm rot) statt Standard-Farbtemperaturen.
Ja, wissenschaftlich belegt! Kaltweiß (6500K) enthält hohe Blaulichtanteile (450-480nm), die die Melatonin-Produktion unterdrücken und die Ausschüttung von Cortisol(Wachheitshormon) fördern. Studien zeigen: 30 Minuten Exposition mit 6500K bei 1000 lx erhöht Wachheit um 25% und verkürzt Reaktionszeit um 10%. Effekt tritt nach 15-30 Minuten ein.
Standard: 5600K (entspricht Tageslicht) für natürliche Hauttöne.Indoor-Produktion: 3200K (Kunstlicht-Standard). Für professionelle Ergebnisse:CRI ≥95 verwenden und mehrere Lichtquellen gleicher Farbtemperatur einsetzen. Mischen Sie niemals verschiedene Farbtemperaturen ohne Farbkorrektur – das führt zu Farbstichen.
Kaltweiß ist ~10-15% effizienter. Grund: Die blauen LED-Chips, die Kaltweiß erzeugen, haben höhere Lichtausbeute (bis 140 lm/W) als die Phosphor-beschichteten Chips für Warmweiß (90-120 lm/W). Beispiel: Für 800 Lumen benötigt Kaltweiß 6W, Warmweiß 8W. Bei 1000h/Jahr spart Kaltweiß ca. 0,60€ pro Lampe (Strompreis 0,30€/kWh). Der Unterschied ist minimal – Wählen Sie primär nach Anwendung!Detaillierte Einsparungsrechnung: LED-Einsparrechner
Ja, bei vielen LEDs! Warmweiße LEDs (2700K) werden beim Dimmen oft wärmer (~2200K), ähnlich einer Glühbirne – dies wird als "Warm Dimming" bezeichnet und ist gewünscht für gemütliche Atmosphäre. Kaltweiße LEDs (6500K) bleiben meist bei gleicher Farbtemperatur. Wichtig: Nur explizit als "dimmbar" gekennzeichnete LEDs verwenden, sonst drohen Flackern oder verkürzte Lebensdauer. Phasenabschnitt- oder Phasenanschnitt-Dimmer wählen je nach LED-Spezifikation. Mehr zu Dimm-Techniken
Standard: 5600K (Tageslicht) für natürliche Hauttöne. Studio/Indoor: 3200K (Kunstlicht-Standard). Für professionelle Ergebnisse: CRI ≥95 (besser TLCI ≥90) und hohe Farbkonsistenz(MacAdam ≤3 SDCM) essentiell. Niemals verschiedene Farbtemperaturen mischen ohne Farbkorrektur-Gels (CTB/CTO), sonst entstehen unkorrigierbare Farbstiche. LED-Panels mit Bi-Color (3200-5600K einstellbar) bieten maximale Flexibilität. Kelvin-Kalibrierung vor jedem Shooting empfohlen.
Detaillierter 3-Wege-Vergleich aller Farbtemperaturen
Was ist Kelvin? Grundlagen der Lichtfarbe
Biologische Lichtwirkung & circadianer Rhythmus
Biologisch wirksames Licht für Gesundheit
Optimale Kelvin-Wahl für Ihren Raum
Lux, Lumen und Lampenanzahl berechnen
Energiekosten & Amortisation berechnen
Beleuchtungsstärke präzise umrechnen
Empfohlene Werte für jeden Raum mit Lux-Angaben
Normgerechte Beleuchtungsstärken nach DIN
Phasenabschnitt, PWM & 0-10V erklärt
Tunable White automatisch steuern
| Parameter | Warmweiß | Neutralweiß | Kaltweiß |
|---|---|---|---|
| Farbtemperatur (CCT) | 2700-3000K | 3300-5000K | 5300-6500K |
| Blaulichtanteil (450-480nm) | ~12-15% | ~18-22% | ~25-30% |
| Melanopischer Faktor | 0,35-0,45 | 0,60-0,75 | 0,85-1,00 |
| R9-Wert (Rot-Wiedergabe) | >50 (besser) | 20-50 | <20 (schlechter) |
| Typische Lebensdauer | 25.000-50.000h | 30.000-50.000h | 30.000-50.000h |
| Empfohlene Beleuchtungsstärke | Wohnräume: 100-300 lx Lesen: 500 lx | Küche: 500 lx Büro: 500 lx (DIN) | Werkstatt: 750-1000 lx Präzision: 1500 lx |
Warmweiß
2700-3000K
• Vorteile:
• Gemütlich & entspannend
• Schlaffördernd (kein Melatonin-Block)
• Warme Farben betont
• Ideal für Abends
• Nachteile:
• Müde machend tagsüber
• Weniger Konzentration
• Geringere Effizienz
→ Wohnräume, Restaurants, Abends
Neutralweiß
3300-5000K
• Vorteile:
• Ausgewogen & natürlich
• Gute Konzentration
• Universell einsetzbar
• Augenschonend
• Nachteile:
• Weniger atmosphärisch
• Kompromiss bei Extreme
→ Küche, Bad, Home-Office
❄️ Kaltweiß
5300-6500K
• Vorteile:
• Aktivierend & wachmachend
• Höchste Konzentration
• Beste Effizienz (+15%)
• Präzisionsarbeiten
• Nachteile:
• Ungemütlich
• Schlafstörungen (abends!)
• Kühle Farben betont
→ Büro, Werkstatt, Tagsüber
Die Goldenen Regeln der Farbtemperatur-Wahl:
Wissenschaftliche Quellen: DIN EN 12464-1 (Beleuchtung von Arbeitsstätten), CIE S 026/E:2018 (melanopisches Licht), Fraunhofer IAO Studien zu HCL